2. Vorsitzender
Schützenfest 2026+
Nach mehr als fünfzehn Jahren ohne größere Veränderungen war es 2025 an der Zeit, unser Schützenfest einmal auf den Prüfstand zu stellen. Vor allem der eng getaktete Sonntag und die Antrete-Termine am Montag und Dienstag machten es vielen Schützen und besonders den Musikern nicht leicht, alles unter einen Hut zu bekommen. Mit der Planung für 2026 schlägt die Bruderschaft deshalb einen neuen Weg ein: moderner, entspannter und trotzdem fest in der Tradition verankert.
Den Anstoß gab der neue Bruderschaftsvorstand, der sich fest vorgenommen hat, das Schützenfest neu zu gestalten. Das Ziel war klar: weniger Stress, mehr Freude und ein Ablauf, der für alle attraktiv bleibt. Ein Beispiel dafür ist die Messe, die künftig schon am Samstag stattfindet. So muss nach einer langen Nacht im Festzelt niemand direkt wieder früh raus. Auch die Antrete Zeiten werden angepasst, was besonders den Musikern entgegenkommt, die Beruf und Hobby besser miteinander vereinbaren können.
Ein eigenes Komitee aus Freiwilligen aller Corps kümmerte sich um die Details. Besonders stolz sind wir Scheibenschützen: Mit gleich fünf Leuten waren wir stark vertreten und haben so ein deutliches Zeichen gesetzt, dass wir Verantwortung übernehmen und aktiv die Zukunft unseres Schützenfestes mitgestalten wollen. Vor allem die jungen Schützen haben sich eingebracht – ein gutes Signal, dass unsere Tradition auch in Zukunft lebendig bleibt. Sechsmal kam das Komitee in den letzten Monaten zusammen, diskutierte, feilte an Ideen und hatte dabei nicht nur viel Engagement, sondern auch Vorfreude auf die Veränderung.

Team der Scheibenschützen v.l.n.r. Tobias Altemeier, Lukas Michalitsch, Julius Weber, Dominik Schumacher
Diese Veränderungen können sich sehen lassen. Der Dienstag fällt künftig weg, dafür startet das Schützenfest schon am Freitag. Die Zugwege werden kürzer, die Antrete-Zeiten übersichtlicher und der gesamte Ablauf wirkt deutlich runder. Ein besonderes Highlight ist der neue Jungschützentag am Montag. Mit eigenem Antreten, eigener Abholung der Majestäten und einem ausgelassenen Abend im Festzelt bekommen die Jungschützen eine Bühne, wie es sie noch nie gab. Durch den neuen Freitag als Festtag wird das Zelt gleich zweimal richtig voll und niemand muss sich dafür extra Urlaub nehmen.
Natürlich gab es unterwegs auch kritische Stimmen. Doch die Bruderschaft suchte das Gespräch, organisierte Diskussionsrunden und räumte Bedenken aus. Heute überwiegt klar die Vorfreude. Endlich wird das Schützenfest entspannter und zeitgemäßer.
Mit dem neuen Konzept erhoffen wir uns mehr Freude am Feiern, eine stärkere Beteiligung von Jung und Alt und ein Fest, das nicht in Stress, sondern in noch stärkeres Gemeinschaftsgefühl endet. Für uns Scheibenschützen bleibt die schöne Erkenntnis, dass wir mit einer starken Delegation aktiv mitgestalten konnten und auch zukünftig können.
Den das Projekt 2026+ ist nicht abgeschlossen auch in Zukunft sind weitere Anpassungen geplant. Die Veränderungen sind nicht in Stein gemeißelt, sondern wir versuchen uns auch weiterhin an neue Gegebenheiten und Herausforderungen anzupassen. Nach dem ersten Versuch im Jahr 2026 werden wir den Ablauf bewerten und uns erneut treffen.
Deshalb richtet sich der Blick nach vorn. 2026 wird zeigen, was in vielen Stunden Komitee-Arbeit entstanden ist.